Schwarzwald Hotel Silberkönig

Die Hausgeschichte.
1990
1990 kam Manuel Birmelin auf die Welt. Schon in jungen Jahren konnte er seinem Vater und seiner Oma über die Schultern schauen und so die Tricks und Kniffe in der Küche erlernen. Nach der Fachhochschulreife fing er an, den Beruf des Kochs im Gasthaus-Hotel Schlegelhof in Kirchzarten-Burg zu erlernen und erweiterte seine Fachkenntnisse im Restaurant Hugenhof in Simonswald, bevor er im August 2015 ins Restaurant Hirschen (2 Michelin Sterne) von Frau Douce Steiner in Sulzburg wechselte. Im Juni 2016 zog es ihn an den heimischen Herd, wo er mit dem Silberkönig-Team die Gaumen der Gäste bis Dezember verwöhnte. Nach erfolgreich bestandener Prüfung als Küchenmeister in Heidelberg ist er von nun an wieder in unserem Hause tätig. Herzlichen Glückwunsch Manuel!
1983
Im August 1983 eröffneten Renate und Georg Birmelin das Hotel nach zweijähriger Bauzeit wieder.

Ein Teil der Finanzierung waren Eigenleistungen, deswegen war die Handarbeit der Familie notwendig. Selbst die Versorgung mit Frischwasser und Abwasser musste auf eigene Kosten bis ins Dorf verlegt werden. Die erste Etage war im Rohbau fertig und es kamen erfreuliche Umstände hinzu, die eine Vergrößerung des Hauses in allen Bereichen notwendig machten. In kürzester Zeit wurden die Pläne abgeändert und das Haus auf fast das Doppelte vergrößert. Es kamen Seminarräume und das entsprechende Umfeld dazu. Die Familie arbeitete fortan mit dem damaligen Arbeitgeberverband der Südbadischen Wirtschaft im Bereich Seminare und Tagungen eng zusammen.

Alle halfen in der Zukunft tatkräftig mit. Selbst Berta Birmelin erledigte im hohen Alter noch kleinere Arbeiten. Sie starb im Jahre 1996 mit 91 Jahren. Im Jahre 2009 verstarb auch Elisabeth Birmelin. Sie wurde 86 Jahre.

Wie es der Zufall bestimmte, passte die Kläranlage des Hauses nicht in das Konzept einiger Beamten des Wasserwirtschaftsamtes. Elisabeth Birmelin sollte für mehrere zehntausend DM eine vollbiologische Abwasseranlage bauen, obwohl eine genehmigte Anlage vorhanden war. Diese Kosten waren jedoch für die kleine Gastwirtschaft einfach nicht darstellbar, da kein Umsatz dagegen stehen würde. Diese "Zwangsinvestition" hätte wahrscheinlich das Aus für den Familienbetrieb bedeutet, zumal der Umbau noch nicht lange zurück lag. Die Beamten blieben jedoch hart. Der Familienrat trat zusammen um zu entscheiden. Schließen oder den Weg nach vorne beschreiten. Die Familie entschloss sich, den Weg nach vorne zu gehen. Elisabeth und Karl Birmelin konnten diese Aufgabe nicht mehr alleine Schultern. Sie übergaben im Jahre 1980 Georg und Renate Birmelin das Haus und den Betrieb. Inzwischen kam auch die Tochter Patrizia zur Welt, die dann später, im Jahre 1998 nach ihren zwei Ausbildungen in den elterlichen Betrieb einstieg.

Zuerst ließen die Jung-Gastronomen Renate und Georg von dem Architekten Karl Klumpp aus Bleibach einen Plan erstellen der 22 Gästezimmer und 120 Sitzplätze vorsah. Als die Finanzierung stand, fing Georg Birmelin 1981 zusammen mit der Familie an, wie es schon einmal im Jahre 1949 Karl Birmelin tat, von Hand die Fundamente auszugraben.

1971

1971 nahm Elisabeth Birmelin das Wagnis auf sich und erweiterte das Haus grundlegend zu einer Gastwirtschaft. Es wurden vier Zimmer dazu gebaut, eine Etagendusche, ein Gastraum mit 45 Sitzplätzen und 30 Außenplätze. Ebenfalls wurde der Anteil der Wohnungsfläche erhöht und alles modernisiert. Dies war auch notwendig, da der Wohnraum zu klein war für die Großeltern, die Eltern und die beiden Söhne Helmut und Georg.

Berta Birmelin half immer noch mit im Betrieb und unterstützte ihre Schwiegertochter Elisabeth wo sie konnte. Zuerst sah es nicht nach einem Nachfolger für den Gastronomie-Betrieb aus. Helmut arbeitete zuerst bei der Firma Gütermann und Georg machte eine Lehre als Fliesenleger. Damals ahnte Georg Birmelin noch nicht, wie wichtig seine 1. Ausbildung später für den Bau des Hauses werden würde.

Erst einige Zeit nach der Lehre als Fliesenleger entschloss sich Georg Birmelin eine Kochausbildung zu machen. Schon immer hatte er eine Vorliebe für gutes Essen. Wenn schon Freude dabei ist, warum dann nicht auch gleich den Beruf erlernen. Die Ausbildung machte er im Hotel Adler in Gutach. Zu der damaligen Zeit ein Restaurant mit einem Michelin Stern und im weiten Umkreis das Beste. Das eigentliche, bodenständige Kochen lernte er allerdings erst später im eigenen Haus bei seiner Mutter. Sie wiederum lernte die Kniffe der gehobenen Küche von ihrem Sohn. Renate, die Frau von Georg Birmelin machte den Service und Elisabeth und Georg kochten zusammen im Silberkönig.

1953
1953 heiratete der Sohn Karl Birmelin jun. Elisabeth Birmelin, geborene Schwer. Sie kam aus dem Griesbachtal, einem kleinen Seitental von Simonswald.
Elisabeth Birmelin führte fortan die Gastwirtschaft. Im Jahre 1966 verstarb Karl Birmelin sen. und im Jahre 1968 wurde das Haus von Berta Birmelin an Karl und Elisabeth Birmelin übergeben. Karl Birmelin ging weiterhin nach Freiburg zur Arbeit und Elisabeth Birmelin baute den Gastronomiebetrieb weiter auf. Sie war ein liebenswürdiger Mensch und bei den Gästen sehr beliebt. Ihr Fleiß war außerordentlich und die Hähnchen der "Silberkönig Lisbeth", wie sie liebevoll genannt wurde, sind bis heute unübertroffen und waren im weiten Umkreis berühmt.
1955

Mit der Zeit hatte sich Karl Birmelin von den Kriegseindrücken erholt und wurde wieder zu einem kommunikativen Menschen. Immer mehr entwickelten sich Gespräche zwischen ihm und den Wanderern und Spaziergängern. Viele Wallfahrer vom Hörnleberg waren unter den Gästen. Der ein oder andere hatte natürlich auch Durst und immer öfter kam es vor, dass die Besucher nach etwas Trinkbarem fragten. Nicht lange dauerte es, dann stand ein Gartentisch
vor dem Haus. Auch waren immer ein Kasten Bier und ein Vorrat an Most vorhanden. Jetzt fing er an die Getränke zu verkaufen. Es kamen Limonade und Salzstangen hinzu, denn auch Kinder zog es in den Silberwald. Während die Eltern gemütlich etwas tranken, konnten die Kinder gefahrlos spielen. Bei kaltem Wetter und wenn es anfing zu regnen, musste das Wohnzimmer als „Gaststube“ herhalten.

Mit der Zeit wurde das Wohnzimmer zu klein und Karl Birmelin überlegte sich, ob er nicht einen kleinen Raum als Gaststube dazubauen sollte.
Im Jahre 1955 wurde dieser Anbau Wirklichkeit. Karl Birmelin beantragte die Konzession zum Betreiben der "Waldschänke zum Silberkönig" erst viel später. Dies musste er auch tun, weil er bis dahin den einen oder anderen Strafzettel wegen Wirtens ohne Genehmigung bezahlen musste.

Schon in dieser Zeit waren die Familie Birmelin und die Familie Walter-Winzen befreundet. Herr Walter war Ingenieur bei der Firma Gütermann und Dely Walter-Winzen Hausfrau. Zur Eröffnung am 28. Oktober 1956 hatte Dely Walter-Winzen das Buch "Der Silberkönig" fertig. Sie hatte es eigentlich für ihre Kinder geschrieben. Der Name "Silberkönig" stammt aus den Geschichten des Märchens, die sich im Silberwald abspielten. So sollte auch die Waldschänke heißen.

Von Bleibach her führte ein lehmiger Feldweg an dem neuen Wohnhaus vorbei nach Niederwinden. Bei schönem Wetter gingen damals schon viele Leute auf diesem Weg spazieren.
1951
Geld war äußerst knapp. Deshalb wurde die Baugrube von Hand ausgehoben. Die Steine für die Fundamente und die Kellermauern wurden aus dem Steinbruch in Kollnau mit einem alten Lastwagen nach Bleibach transportiert und vermauert. Die oberen Mauersteine organisierte Karl Birmelin aus dem Schutt des alten Kesselhauses, welches bei Gütermanns abgerissen wurde. Die Ziegelsteine wurden damals für die hohe Beanspruchung sehr hart gebrannt. Man kann sie heute noch im "Bergwerk" des Hotels in den alten Mauern sehen. 1951 zog die Familie in das neue Haus ein.
1948

Karl & Berta Birmelin

Die Kriegswirren hatten Karl Birmelin nach Russland verschlagen. Dort kam er in sowjetische Gefangenschaft und wurde in ein Gefangenenlager bei Minsk deportiert.

Als er im März 1948 wieder nach Hause kam, wollte er aufgrund seiner furchtbaren Erlebnisse nicht mehr unter Menschen gehen und beabsichtigte in ein Tagelöhnerhaus, weit oben am Rohrhardsberg zu ziehen. Berta Birmelin, eine gebürtige Markgräflerin, wohnte während der Kriegszeit mit den gemeinsamen Kindern Karl und Hermann in Oberkollnau. Sie wollte jedoch nicht in der Abgeschiedenheit am Rohrhardsberg leben. Deshalb blieb die Familie vorerst in Kollnau.

40ger Jahre

Es war einmal...

So fing Dely Walter-Winzen vermutlich zu erzählen an, als sie Ende der 40er- und zu Beginn der 50er Jahre mit ihren Kindern lange Spaziergänge in den Silberwald und zum Bergwerk unternahm. Ihre Sprösslinge waren immer neugierig. So erfand sie die Märchengestalt des Silberkönigs und erzählte ihnen spannende Geschichten von Elfen, Zwergen, Zigeunern und von den Menschen aus dem Tal. Gleichzeitig begann sie damit, die Geschichte aufzuschreiben. Niemand ahnte damals, dass kurze Zeit später das jetzige Hotel durch Karl Birmelin sen. nur einen Steinwurf weit weg, gegründet werden würde.